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Tomahawk

Tomahawk

℗ 2001

Tomahawk • 2001 • Tomahawk

Mike Patton und Duane Denison (Ex-Gitarrist von Jesus Lizard) treffen sich nach einem Mr. Bungle Konzert in Nashville und beschliessen, gemeinsam eine Platte aufzunehmen. Fur das rhythmische Fundament holt man den ehemaligen Helmet-Drummer John Stanier und den fruheren Melvins-Bassisten Kevin Rutmanis an Bord, verbarrikadiert sich in einem Studio in (schon wieder) Nashville und legt los. Das Ergebnis nennt sich Tomahawk und markiert neben seinen anderen Qualitaten vor allen Dingen auch einen weiteren Schritt auf Pattons Weg zuruck zum eher traditionell strukturierten Rocksong. Auch wenn sich das Album weder irgendwelchen Trends noch Erwartungen anbiedert, konnten hier auch wieder diejenigen Fans von Faith No More zufrieden gestellt werden, die sich nie mit Mr. Bungle beschaftigen wollten und denen Fantomas viel zu anstrengend war. Alle, die Mike Patton hingegen die Treue gehalten haben, wissen ohnehin, warum sie Tomahawk haben mussen: Auch wenn das Songwriting in erster Linie in den Handen von Denison lag und entsprechende Jesus-Lizard-Anleihen aufweist, wurde schon allein die Gesangsleistung ausreichen, um die Platte zum Pflichtkauf zu machen. Patton erhalt auch hier wieder ausreichend Gelegenheit, seinen Ausnahmestatus unter Beweis zu stellen und darf haufig innerhalb eines einzigen Songs vom sanften Sauseln bis hin zum nur scheinbar unkontrollierten Kreischen alle Fassetten seiner enorm variablen Stimme zum Besten geben. Nicht zuletzt gefallt Tomahawk auch durch ein latent bosartiges Country-Flair, offenbar hatten alle Beteiligten Freude daran, ein wenig den Redneck-Cowboy zu spielen. Nashville after Dark, sozusagen. — Andreas Berger.